Spay erwacht in CORONA-Zeiten

Treffen der Spayer Vereinsvorsitzenden in Vorbereitung auf das „Hochfahren“ des Dorflebens ab dem 2. Halbjahr 2020 aus Sicht des Fördervereins Spay e.V.

Am Montag, dem 15. Juni 2020 fand auf Einladung des Spayer Ortsbürgermeisters Peter Heil ein Treffen der örtlichen Vereinsvorsitzenden vor dem Hintergrund der laufenden Lockerungen in der CORONA-Pandemie statt, um das weitere Vorgehen im Aufleben des Dorflebens gemeinsam abzustimmen.

Prominent unterstützt wurde Peter Heil durch den Spayer Mitbürger und Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Alexander Wilhelm, der einen kleinen Einblick in die Arbeit der Landeregierung gewährte und für Fragen zur Verfügung stand.

In den zunehmenden Lockerungsmaßnahmen kann man im Moment den Eindruck gewinnen, die Corona-Krise sei schon fast überwunden, so Wilhelm. Die Wirtschaft läuft wieder an, Geschäfte und Restaurants füllen sich und der Alltag hält mehr und mehr Einzug in das Leben der Menschen. Wie fragil die derzeit neugewonnene Freiheit in den zunehmenden Lockerungsmaßnahmen ist, verdeutlichte Dr. Wilhelm durch seine „Einblicke aus erster Hand“ sehr eindringlich: „Die Bedrohung durch das Virus ist immer noch unverändert hoch und die Experten sind davon überzeugt, dass die zweite Welle in jedem Fall kommen wird. Die Diskussion dreht sich derzeit lediglich um das Thema, wie stark diese Welle ausfallen wird. Wir profitieren derzeit von unserem disziplinierten Verhalten und warten noch immer auf geeignete Medikamente oder eine wirksame Impfung. Solange es diese nicht gibt, wird an ein Leben, wie wir es zuvor kannten, nicht zu denken sein.“

Nach seiner Meinung käme bei einer Verschärfung der Pandemie ein zweiter Lockdown, wie ihn Deutschland im Frühjahr erlebt hat, zum Schutze der Wirtschaft grundsätzlich jedoch nicht mehr in Frage. Die Trends stehen derzeit ohnehin eher auf Entspannung: am 24. Juni sind zum Beispiel weitere Lockerungen geplant, so werden beispielsweise die maximalen Personenzahlen für Veranstaltungen weiter angehoben und viele weitere Lockerungsmaßnahmen veranlasst. Aktuelle Informationen zur Lage und den bestehenden und zukünftigen Lockerungen können auf der Homepage corona.rlp.de nachgelesen werden.

Dr. Wilhelm, der auf zahlreiche weitere Fragen rund um das Thema Rede und Antwort stand, wies zum Ende seiner Ausführungen auf ein weiteres, wichtiges Hilfsprogramm der Landesregierung hin:
Das „Schutzschild für Vereine in Not“:
Wenn eingetragene gemeinnützige Vereine oder andere gemeinnützig anerkannte Organisationen aufgrund der Corona-Pandemie unverschuldet in finanzielle Existenznot geraten sind, könnte dieser Schutzschild durchaus eine Lösung zur Rettung sein. Er ermutigte die Anwesenden, von diesem Angebot auch Gebrauch zu machen, wenn es in Frage kommt. Weitere Informationen können unter add.rlp.de/de/themen/foerderungen/schutzschild-fuer-vereine-in-not/ abgerufen werden

Peter Heil bedankte sich bei Dr. Wilhelm für seinen Beitrag und richtete den Blick sodann auf die Umsetzung der landesweiten Maßnahmen auf das dörfliche Leben in Spay. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen sind die Gemeindeanlagen in ihrer Nutzung noch sehr stark eingeschränkt. „Da sportliche Aktivitäten in den Außenanlagen momentan auf ein Minimum reduziert sind, besteht die Möglichkeit, dass die Musikkapelle und auch interessierte Chöre dort üben können, um die für diese Gruppen festgelegten Abstandsgebote von 3 Metern einhalten zu können“, so Heil. 

Ebenso wurde die Schottelhalle in Übereinkunft mit dem Gemeinderat bis auf Weiteres aus der sportlichen Nutzung herausgenommen und steht allen Spayer Vereinen zum Beispiel für Vorstandssitzungen oder Jahreshauptversammlungen zur Verfügung. Die Halle kann hierzu über das Büro des Ortsbürgermeisters (App. 8778) kostenlos reserviert werden.

Mit dem Blick auf den Start des Dorflebens wies Bürgermeister Heil darauf hin, dass wie bei der Nutzung der öffentlichen Anlagen auch immer wieder Lösungen im Konsens gefragt sind, die vor dem Hintergrund der aktuellen Regelungen stets aufs Neue miteinander vereinbart werden müssen. Aus diesem Grund kündigte er unter anderem ein weiteres Treffen der Spayer Vereine für den Monat September an.

Zum Schluss wurde eines sehr deutlich: gemeinsam wird Spay diese Krise meistern, um das Dorfleben wieder umso mehr aufleben zu lassen. Hierzu sind Ideen, Kreativität und Innovationen gefragt, um das dörfliche Leben in Spay trotz oder gerade wegen der Pandemie wieder anzugehen, ohne die hierzu notwendige Vorsicht außer Acht zu lassen.